Materialien > Bearbeibare Glaskeramik
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Säureverhalten
Reflektions-eigenschaften
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    Vorteile:
  • Glaskeramik kann mit konventionellen Metallbearbeitungsmaschinen spanend bearbeitet werden.
  • Es ist keine nachfolgende Sinterung erforderlich, da Festigkeit, Härte und Nullporosität während der Bearbeitung erhalten bleiben.

 

 

  Herstellungsprozeß

  • Aufschmelzen und anschließende thermische Nachbehandlung (Kristallisation) Mikrostruktur: Glas, kristalline Struktur, Gesamtstruktur > 2 Phasenmikrostruktur
  • Die Formgebung erfolgt nach glastechnischen Gesichtspunkten

 

  Mikrostruktur:

45% Glasrestanteil
55% kristalline Phase (Glimmerkristalle (F-Glimmer))
    Oberflächenqualität:

+/-0,01 mm Toleranzen
RT = 2,5 – 3,0 µm
poliert < 1 µm
    Zerspanungsindex:

25 Vergleich:
Edelstahl --> 229
Messsing --> 36
 
  Eigenschaften:
  • Nullporosität (niedrige Heliumdurchlässigkeit  Einsatz im Hochvakuum) porenfrei und kein Ausgasen nach der Wärmebehandlung
  • hohe Materialfestigkeit
  • Unempfindlichkeit gegen Oberflächenfehler
  • IRißausweitungsverhindernde Mikrostruktur
  • Thermische Ausdehnung ist vergleichbar mit der von Metalle
  • kein Benetzung durch flüssiges Al, Zn, Mg oder Cu

 

  INFO Bearbeitung Glaskeramik

1) Spannen
Weich spannen, damit keine inneren Spannungen in der Keramik auftreten. Diese können bei der Bearbeitung zu Abplatzungen führen.

Bestens geeignet ist das Ankitten oder das Kleben der Bauteile um Spannungsfreiheit zu gewährleisten.

Einspannung in Backenfutter ungeeignet, besser z. B. 2 Halbschalen aus Kunststoff oder weichem Aluminium zum Einspannen von Rundstäben

2) Werkzeuge
Hartmetallwerkzeuge bevorzugen. Gut eignet sich die sehr harte K10 Qualität, die die Wärme bestens abführt.

3) Kühlung
Auf eine sehr gute Kühlung ist zu achten, da durch die hohe Wärmedehnung bei örtlicher Überhitzung das relativ spröde Material infolge thermischer Spannungen springen oder abplatzen kann.

4) Bearbeitungsrichtung
Im Gegensatz zur Bearbeitung von Metallen, ist es bei spröden Werkstoffen vorteilhaft, die Bearbeitung von einer Kante ins Materialinnere durchzuführen.

Beispiel Drehen: Rohlinge etwas länger ausführen und nach dem Langdrehen ablängen.

5) Gewinde
Gewinde möglichst drehen. Beim Gewindeschneiden keinesfalls Handverfahren verwenden. Schon leichte Verspannungen führen zum Ausbruch der Gewindegänge!!!

  Allgemeine Richtwert für die Maschinenbearbeitung von DOCERAM© G-600 mit Hartmetallwerkzeugen
 
Verfahren Drehen Bohren Fräsen
Werkzeug Drehmeißel Spiralbohrer2
Ausbohrwerkzeug
Umfangfräser Umfangstirnfräser
Umfangstirnfräser Fräsköpfe1
Schneidstoff Hartmetallsorten für kurzspanende Werkstoffe
VSchnitt 30-50 mmin-1 20 mmin-1 28 mmin-1 20 mmin-1 10-30 mmin-1
Vorschub f
fz
0,05-0,02 mm 0,1-0,2 mm 0,02-0,05 mm 0,01-0,02 mm 0,01-0,02 mm
Freiwinkel
Spanwinkel -3° bis -10°
Einstellwinkel 45° bis 75° (90°)
Neigungswinkel 4° bis -10°
 
     
 

1 Stirnfräsen mit Fräsköpfen nur bedingt möglich
2
hartmetallbestückt, HSS-Werkzeuge nur bedingt für kleine Stückzahlen einzusetzen (Vc 5-10 mmin-1)

Falls Sie noch zuätzliche Informationen für die Feinbearbeitung (Schleifen, Läppen ...) benötigen, setzen Sie sich bitte mit unserer Anwendungstechnik in Verbindung.

 
     
  Die Materialeigenschaften wurden an Testmustern gemessen. Die Werte reflektieren die typischen Materialeigenschaften, die jedoch je nach Produktkonfiguration, - geometrie und herstellungsprozess unterschiedlich ausfallen koennen.  
     

Hoch

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